Heuschnupfen, Asthma & Co: Allergien und Ausschläge wirksam behandeln

Eine Allergie kann je nach Heftigkeit der Reaktion belastend sein und den Betroffenen in seinem natürlichen Tagesablauf stark einschränken. In manchen Fällen können die Allergene gemieden werden, etwa, wenn es sich um eine Lebensmittelunverträglichkeit oder eine Allergie auf bestimmte Medikamente handelt. Etwas problematischer wird es bei Reaktionen auf Pollen oder Hausstaubmilben, denn besonders Heuschnupfen plagt viele und den gesamten Frühling und Sommer im Haus zu verbringen ist keine Alternative.

Wie entstehen Allergien?

Bei einer Allergie handelt es sich um eine überempfindliche Reaktion auf einen eigentlich harmlosen Stoff. Dass das Immunsystem Alarm schlägt ist eigentlich ein wünschenswerter Vorgang, der im besten Fall Erkrankungen verhindert und den Körper schützt. Woher die Überreaktion auf Pollen und dergleichen kommt, ist nicht restlos geklärt, allerdings zeigt sich, dass bestimmte Allergien vererbt werden können. Hierzu zählen etwa die Neigung zu Neurodermitis, Heuschnupfen oder gewisse Lebensmittelallergien.

Praxisrelevante Allergietypen: Soforttyp und Spättyp

Diese beiden Allergietypen bezeichnen den Zeitpunkt, zu welchem die allergische Reaktion nach dem Kontakt mit dem Allergen auftritt. Beim Soforttyp kann die Reaktion zwischen wenigen Sekunden und bis zu sechs AlleStunden eintreten, beim Spättyp können hingegen bis zu 72 Stunden vergehen. Typisch für eine sofortige Reaktion sind etwa Heuschnupfen oder Asthma sowie verschiedene Lebensmittelunverträglichkeiten. Hautausschläge – also Kontaktdermatitis – zählen hingegen eher zum Spättyp.

Therapien: Vermeidung oder Hyposensibilisierung

Einige Allergien können durch schlichte Vermeidung umgangen werden. Zu Neurodermitis, Heuschnupfen, Asthma oder Reaktionen auf Hausstaubmilben beraten wir Sie jedoch gerne, denn hier ist ein „aus dem Weg gehen“ nicht immer möglich. In vielen Fällen kann eine Hyposensibilisierung die Überreaktion schwächen, was bei sehr starken Allergien bereits eine Linderung darstellt. Wie der individuelle Erfolg ausfällt, kann im Vorfeld jedoch nicht genau gesagt werden.

 

Bei einer Hyposensibilisierung wird der Organismus je nach Allergie mehrere Wochen hintereinander für bis zu drei Jahre mit dem Allergen „gereizt“. Hierbei starten wir mit einer sehr niedrigen Dosierung und erhöhen diese bei jeder Injektion, damit sich das Immunsystem allmählich an das Allergen gewöhnen kann und in Zukunft weniger stark reagiert. Eine Hyposensibilisierung kann auch durch die orale Gabe des Allergens durchgeführt werden, was besonders für Kinder oft angenehmer ist, als eine Injektion. Gerne beraten wir Sie hinsichtlich der Durchfahrbarkeit einer Desensibilisierung in Ihrem individuellen Fall, denn eine Hyposensibilisierung kommt nicht nur bei Heuschnupfen infrage.

Pollenflugkalender

In Deutschland leiden etwa 25 Millionen an einer Allergie, deshalb haben wir für unsere Patienten einfache erleichternde Tipps bei Allergien bzw. Symptomen zusammen gestellt:

Gerne haben wir für Sie hier den aktuellen Pollenflugkalender integriert. Somit können Sie sich genau informieren, ob die Ihnen gefährlichen Pollen derzeit unterwegs sind. Weiter geben Tageszeitungen, das Radio oder TV teilweise Angaben. Achtung nehmen Sie Symptome nicht auf die leichte Schulter, eine Allergie kann sich zu Asthma entwickeln. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um einen Allergietest oder eine spezifische Immuntherapie durchzuführen bzw. einzuleiten. Zwischen Februar bis Oktober verbreiten sich Pollen rasant, denn die Pflanzen streuen bis zu 4 Millionen Pollen aus, welche über die Luft eine Reichweite von mehreren hundert Kilometern haben. Am Meer oder in der Wüste ist die Luft pollenarm und wenn es hier los geht REISEN Sie am besten dorthin oder ins Gebirge. Über 2000 m ist die Luft fast pollenfrei.

Bitte klicken Sie den Link:

https://www.wetterdienst.de/Deutschlandwetter/Frankfurt_am_Main/Pollenflug/

Quelle: Wetterdienst

  • Halten Sie sich während der Zeit, wo Ihre Pollen fliegen möglichst wenig im Freien auf.
  • Tragen Sie eine Sonnenbrille, um Ihre gereizten, geröteten Augen und vor den Pollen sowie dem Sonnenlicht zu schützen.
  • Treiben Sie Sport nur im Fitnessstudio oder im Schwimmbad. Bei anstrengendem Sport im freien atmet man intensiver somit auch die Pollen stärker ein.
  • Lüften Sie morgens ganz früh (6-8 Uhr) besonders in der Stadt und abends spät (20-24 Uhr) in ländlichen Gegenden Ihre privaten Räumlichkeiten.
  • Haben Sie trockene oder empfindliche Hautareale? Dann pflegen Sie sie besonders, denn dort können Pollen leichter eindringen und Juckreiz bzw. Rötungen auslösen.
  • Bauen Sie ein Pollenfilter in Ihr Auto ein, damit die Allergieauslöser nicht ins Auto gelangen und lassen Sie die Fenster während der Fahrt geschlossen. In neueren Modellen ist dieser standardmäßig eingebaut, dennoch muss der Filter regelmäßig gesäubert werden. Noch besser nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel wann immer es geht. Heftiges Niesen kann der Auslöser für Verkehrsunfälle sein.
  • Regelmäßige Reinigung der Innenräume des Autos helfen diese pollenfrei zu halten. Kleidung (Jacken, Mäntel etc.) am besten im Kofferraum aufbewahren. Straßenkleidung zu Hause bitte nicht im Schlafzimmer aufbewahren. Vor dem Schlafen abends duschen und Haare waschen, damit mögliche Pollen nicht ins Schlafzimmer kommen. Regelmäßig die Bettwäsche wechseln ist obligatorisch.
  • Die Filtertüte Ihres Staubsaugers sollte alle 14 Tage gewechselt werden und am besten ein Feinstaubfilter sein. Allergiker sollten sich schützen und nach Möglichkeit das Zimmer verlassen, wenn gesaugt wird.

Gute Besserung allen Betroffenen!

Wir beraten Sie gerne ausführlich in unserer Praxis

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