Heuschnupfen, Asthma & Co: Allergien und Ausschläge wirksam behandeln

Patient beim Allergietest in Frankfurt

Praxisrelevante Allergietypen: Soforttyp und Spättyp

Diese beiden Allergietypen bezeichnen den Zeitpunkt, zu welchem die allergische Reaktion nach dem Kontakt mit dem Allergen auftritt. Beim Soforttyp kann die Reaktion zwischen wenigen Sekunden und bis zu sechs Stunden eintreten, beim Spättyp können hingegen bis zu 72 Stunden vergehen. Typisch für eine sofortige Reaktion sind etwa Heuschnupfen oder Asthma sowie verschiedene Lebensmittelunverträglichkeiten. Hautausschläge – also Kontaktdermatitis – zählen hingegen eher zum Spättyp.

Therapien: Vermeidung oder Hyposen­sibilisierung

Einige Allergien können durch schlichte Vermeidung umgangen werden. Zu Neurodermitis, Heuschnupfen, Asthma oder Reaktionen auf Hausstaubmilben beraten wir Sie jedoch gerne, denn hier ist ein „aus dem Weg gehen“ nicht immer möglich. In vielen Fällen kann eine Hyposensibilisierung die Überreaktion schwächen, was bei sehr starken Allergien bereits eine Linderung darstellt. Wie der individuelle Erfolg ausfällt, kann im Vorfeld jedoch nicht genau gesagt werden.

Bei einer Hyposensibilisierung wird der Organismus je nach Allergie mehrere Wochen hintereinander für bis zu drei Jahre mit dem Allergen „gereizt“. Hierbei starten wir mit einer sehr niedrigen Dosierung und erhöhen diese bei jeder Injektion, damit sich das Immunsystem allmählich an das Allergen gewöhnen kann und in Zukunft weniger stark reagiert. Eine Hyposensibilisierung kann auch durch die orale Gabe des Allergens durchgeführt werden, was besonders für Kinder oft angenehmer ist, als eine Injektion. Gerne beraten wir Sie hinsichtlich der Durchfahrbarkeit einer Desensibilisierung in Ihrem individuellen Fall, denn eine Hyposensibilisierung kommt nicht nur bei Heuschnupfen infrage.

Allergieauslösende Pflanzen
  • Halten Sie sich während der Zeit, wo Ihre Pollen fliegen möglichst wenig im Freien auf.
  • Tragen Sie eine Sonnenbrille, um Ihre gereizten, geröteten Augen und vor den Pollen sowie dem Sonnenlicht zu schützen.
  • Treiben Sie Sport nur im Fitnessstudio oder im Schwimmbad. Bei anstrengendem Sport im freien atmet man intensiver somit auch die Pollen stärker ein.
  • Lüften Sie morgens ganz früh (6-8 Uhr) besonders in der Stadt und abends spät (20-24 Uhr) in ländlichen Gegenden Ihre privaten Räumlichkeiten.
  • Haben Sie trockene oder empfindliche Hautareale? Dann pflegen Sie sie besonders, denn dort können Pollen leichter eindringen und Juckreiz bzw. Rötungen auslösen.
  • Bauen Sie ein Pollenfilter in Ihr Auto ein, damit die Allergieauslöser nicht ins Auto gelangen und lassen Sie die Fenster während der Fahrt geschlossen. In neueren Modellen ist dieser standardmäßig eingebaut, dennoch muss der Filter regelmäßig gesäubert werden. Noch besser nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel wann immer es geht. Heftiges Niesen kann der Auslöser für Verkehrsunfälle sein.
  • Regelmäßige Reinigung der Innenräume des Autos helfen diese pollenfrei zu halten. Kleidung (Jacken, Mäntel etc.) am besten im Kofferraum aufbewahren. Straßenkleidung zu Hause bitte nicht im Schlafzimmer aufbewahren. Vor dem Schlafen abends duschen und Haare waschen, damit mögliche Pollen nicht ins Schlafzimmer kommen. Regelmäßig die Bettwäsche wechseln ist obligatorisch.
  • Die Filtertüte Ihres Staubsaugers sollte alle 14 Tage gewechselt werden und am besten ein Feinstaubfilter sein. Allergiker sollten sich schützen und nach Möglichkeit das Zimmer verlassen, wenn gesaugt wird.

Gute Besserung allen Betroffenen!

Wir beraten Sie gerne ausführlich in unserer Praxis

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